 |
| |
Erkundigen Sie sich im Kollegenkreis nach unserem Ruf. Den umfangreichen Erfahrungen der Marktgilde e.G. können Sie vertrauen. Jeder Zeit.
Wann sprechen Sie mit uns? |
|
|
 |
|
|
|
25 Jahre DMG
(von Gerhard Johnson und Berthold Stahl)
Das war keine leichte Geburt – im Sommer 1985! Schon wenn man mehr als einen Markthändler „unter einen Hut“ bringen will, ist das nicht gerade einfach. Und wenn dann noch die Formalitäten der Rechtsform „Eingetragene Genossenschaft“ dazu kommen (sicher so mit das Komplizierteste, was es im deutschen Gesellschaftsrecht gibt), dann potenzieren sich die vielen kleinen Hürden schnell zu einer wahren Herkulesaufgabe.
So fing alles an:
Im sogenannten „Dreiländereck“ von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen gab es einige Markthändler, die sich nicht länger mit ihrem Schicksal als Einzelkämpfer abfinden wollten. Sie waren zum Teil schon seit Jahren in verschiedenen Funktionen in Berufsverbänden engagiert. Was ihnen fehlte, waren – zusätzlich zur politischen Interessensvertretung – aber ganz konkrete Hilfestellungen organisatorischer Art. Ein (guter) Markthändler hat zwar sein eigenes Geschäft im Griff, damit ist seine persönliche Arbeitszeit und –kraft aber i.d.R. voll ausgeschöpft. Denn wohl kein Wirtschaftsbereich ist so stark durch Kleinstunternehmen bzw. sogar Einzelunternehmer geprägt wie der mobile Handel. Man denke in dem Zusammenhang nur an das Sterben der (stationären) „Tante-Emma-Läden“. Wenn man so will, ist ein Markthändler nichts anderes als ein kleiner mobiler Tante-Emma-Laden.
REWE – EDEKA – SPAR – Konsum – MIGROS – Coop – DMG?
„Einer für alle – Alle für einen“, so lautet ein Buchtitel (der übrigens auch in unserem Gründungsjahr 1985 erschienen ist) über Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einen der Gründer der Genossenschaftsbewegung in Deutschland. Er bringt kurz und knapp die Hoffnung bzw. Erwartung der Gründer der DMG zum Ausdruck. Bekannte Einkaufsgenossenschaften und sonstige „Kooperativen“ auf der Basis des genossenschaftlichen Solidaritätsprinzips, gerade auch aus dem Einzelhandelsbereich, standen dabei gedanklich Pate.
Geburtshelfer
Berthold Stahl und Gerhard Johnson, der eine Steuerberater, der andere als Diplomkaufmann Unternehmensberater, kannten einige engagierte Markthändler aus ihren jeweiligen beruflichen Aktivitäten. Sie tauschten sich über ihre persönlichen Erfahrungen und Ideen aus solchen Kontakten aus. Aus einem nebulösen Gemisch aus Entwicklungstendenzen der ganzen Branche, einzelnen Beratungsprojekten, Problemanalysen und stundenlangen Diskussionen mit Markthändlern ging dann der „Urknall“ der Genossenschaftsgründung hervor. Zur Gründungsversammlung der neuen Genossenschaft wurde nach Siegen eingeladen. Aufgrund formaler Fehler (die vom Genossenschafts-Prüfungsverband aufgedeckt wurden) musste das Ganze zwar später noch einmal wiederholt werden – die Eckpfeiler wurden aber gesetzt. Das neue Unternehmen sollte so etwas wie ein „organisatorisches Rückgrat“ für die Genossen werden, angefangen von einfachen Büroleistungen (die telefonische Erreichbarkeit war damals – in der weitestgehend handylosen Zeit – noch nicht so einfach wie heute) über Werbemaßnahmen für die Marktplätze bis hin zur Ordnung auf dem Markt (durch neutrale Marktmeister) oder zur Suche nach neuen Marktplätzen und entsprechenden Verhandlungen mit den Kommunen, um die Existenzgrundlage der Händler zu sichern bzw. zu verbessern.
Entwicklung
Schon nach wenigen Monaten konnten aufgrund der zahlreichen guten persönlichen Kontakte ihrer Gründungsmitglieder die ersten Wochenmärkte aus der Hand von Kommunen übernommen oder ganz neu gegründet werden. Die Standorte Langenselbold und Hennef, die auch heute noch von der – seit 2009 „Deutsche Marktgilde eG“ firmierenden – Genossenschaft veranstaltet werden, stammen z.B. aus dieser ganz frühen Phase. Sie sind damit Beleg dafür, dass Kontinuität und zuverlässige Kooperation nicht nur zur Seite der Markthändler, sondern auch in Richtung der Kommunen wichtige Leitlinien des Handelns sind und erfolgreich praktiziert werden. Einen wesentlichen Aufschwung nahm das Unternehmen mit der Öffnung der Grenzen zur ehemaligen DDR, denn die mobilen Händler waren so mit die ersten und schnellsten, die die Chancen genutzt haben, die sich damals eröffneten.
Natürlich gab es auch immer wieder Rückschläge, Höhen und Tiefen in der 25-jährigen Firmengeschichte. Einzelne Genossen, die ihre ganz persönlichen Geschäftsinteressen vom Vorstand nicht ausreichend berücksichtigt sahen (weil z.B. ein weiterer Händler zu einem Markt zugelassen wurde, der dasselbe Sortiment hatte), kehrten der Genossenschaft den Rücken. Oder andere Veranstalter setzten sich in das „gemachte Nest“, nachdem die DMG einen Wochenmarkt mühsam aufgebaut hatte. Lange Zeit musste auch gegen das ungerechtfertigte Vorurteil angekämpft werden, dass die Marktgilde („wie alle privaten Veranstalter“) ein Abzocker ist und eigentlich nur hohe Standgelder interessieren.
Nach inzwischen 25 Jahren laufen die vordergründigen Argumente der Kritiker allerdings weitestgehend ins Leere. Heute können die Gründer und die Genossen mit Fug und Recht sagen, dass die Deutsche Marktgilde sich ihren Namen solide erarbeitet hat und mit weit über 100 Standorten bundesweit Marktführer als genossenschaftlicher Wochenmarktveranstalter ist. Es gibt zahlreiche Zusatz- und Serviceleistungen rund um den Wochenmarkt für alle Beteiligten, die so nur die Marktgilde anbietet. So bietet ein eigens entwickeltes Internetportal Händlern die Möglichkeit, ihre immer umfangreicher werdenden rechtlichen Vorschriften zeitgemäß zu erfüllen. Und die hundertprozentige Tochtergesellschaft EMMA – Marketing für Wochenmärkte GmbH bietet Unterstützung in allen Bereichen von Öffentlichkeitsarbeit und Werbung speziell rund um das Marktgeschehen.
|
|