Aktuelle Information zur "Corona-Pandemie" (Stand 11.05.2020, 12.00 Uhr)

11.05.2020 | Bekanntmachung zur Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf die Marktgilde-Wochenmärkte

Anfang Mai haben Bund und Länder noch eher zaghaft die Pandemie-Schutzmaßnahmen gelockert. In den vergangenen Tagen preschten dann aber immer mehr Bundesländer mit eigenen Lockerungsplänen vor. Entsprechend umfangreich fielen die Absprachen zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten am 06.05.2020 aus. Angesichts der regional unterschiedlich hohen Infektionszahlen soll künftig sogar noch stärker vor Ort über notwendige Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie entschieden werden.

Über Länder- und Regierungsbezirksebene bis hinunter auf die lokale/kommunale Ebene wird es deshalb voraussichtlich vermehrt unterschiedliche Regelungen, z.B. was das Tragen von Mund-Nasen-Masken „unter freiem Himmel“ angeht, geben. Flächendeckende verbindliche Regelungen für die Veranstaltung von Wochenmärkten sind – mit Ausnahme der Hinweise auf die Abstands- und allgemeinen Hygieneregeln – aus diesem Grund kaum noch abzuleiten.

Für unser Unternehmen empfehlen wir aus Gründen vorbeugenden Gesundheitsschutzes trotzdem weiterhin dringend, dass Beschicker und Kunden Masken tragen sollten.

Auch wenn die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, aktuell aus rechtlicher Sicht nicht in allen Bundesländern oder Kommunen gilt, weil Wochenmärkte nicht zu "geöffneten Geschäften" gezählt werden, wie in zahlreichen Verordnungen formuliert ist, gehen wir also einen Schritt weiter. Damit unterstreichen wir unsere Verantwortung und folgen dem dringenden Gebot der weit überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler. Denn Wochenmärkte finden in der Regel in öffentlichen Bereichen statt. Daher kann ein Wochenmarkt mit dem Supermarkt, der Apotheke oder Bus und Bahn verglichen werden. Da zudem der Hauptübertragungsweg von COVID-19 eine Tröpfcheninfektion ist, empfiehlt es sich, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In einigen Bundesländern ist diese Erkenntnis inzwischen auch ausdrücklich festgeschrieben, und zwar nicht nur für die Verkäufer, sondern auch für die Marktkunden, z.B. in Bayern ab 11.05.2020. Sollte es solche Vorschriften geben, müssen sie natürlich auch auf unseren Märkten beachtet werden.

Im Zusammenhang mit den früheren Beschlüssen, die in dem neuen Bund-Länder-Beschluss nicht erneut ausgeführt werden, die aber unverändert weiter gelten (insbesondere, dass Wochenmärkte von der allgemeinen Schließung ausdrücklich ausgenommen waren), ist nach Meinung der Deutschen Marktgilde zu folgern, dass Wochenmärkte, die die allgemeinen Auflagen (z.B. Abstandsregeln) erfüllen, wieder in vollem Umfang stattfinden können.

Diese Auffassung findet sich in den aktuellen Verordnungen bzw. Allgemeinverfügungen vieler Bundesländer inzwischen auch ausdrücklich wieder. Beispiel Sachsen vom 30.04.2020 (gültig ab 04.05.2020): "Wochenmärkte dürfen ohne Sortimentsbegrenzung und unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln stattfinden."

Deutsche Marktgilde eG
Vorstand und Aufsichtsrat